Wir informieren Sie gern über unser

Pädagogisches Konzept

Konzeptionelle Grundlage

„Aus der Art, wie ein Kind spielt, kann man erahnen, wie es seine Lebensaufgabe ergreifen wird.“
Rudolf Steiner (1861 – 1925)

  • Wir nehmen an, dass alles Lernen durch Nachahmung geschieht. Dafür sind verlässliche Beziehungen, die Freude am Tun und Dasein, sowie Bewegung maßgeblich.
  • Das Spielen ist der „Schatz der Kindheit“ und der beste Übungsplatz für den Erwerb sozialer Kompetenzen
  • Der Erwachsene übernimmt die Rolle des Vorbildes durch sein Tun, weniger durch lange Erklärungen.
  • Wir legen Wert auf leckere und gesunde biologische Ernährung. Das Frühstück wird von uns entsprechend der Waldorf-Rhythmik selbst zubereitet.

    Das vegetarische und/oder pescetarische Mittagessen wird uns von Stuarts Food (www.stuartsfood.de) zubereitet und geliefert.

    Zur Info: Pescetarier sind im Grunde Vegetarier, die Fisch essen. Während Fleisch und Geflügel bei dieser Ernährungsform nicht erlaubt sind, kommt regelmäßig Fisch (Pesce) auf den Teller. Manche Pescetarier verzehren auch Meeresfrüchte.

    Am Nachmittag gibt es die „Schmausepause“ aus Obst und Gemüse u.a..
  • Unser pädagogisches Team setzt sich aus regulären pädagogischen Fachkräften, Waldorfpädagoginnen, SozialpädagogInnen und Auszubildenen zusammen. Es finden wöchentliche Teamsitzungen sowie regelmäßige bedarfsorientierte Fort- und Weiterbildungen, wie Supervisionen statt.
  • Die Zusammenarbeit mit den Eltern verstehen wir partnerschaftlich. Elterngespräche- und/oder Abende, sowie der Bedarf an möglicher Weitervermittlung an Experten sind arbeitsergänzende Hilfestellungen unserer Einrichtung. Unterstützende Elternmitarbeit im Haus und Hof sind, neben der Notwendigkeit, auch gemeinschaftsfördernd, wie sinnstiftend und maßgebend für die Gestaltung des „Lebensraumes“ der Kinder.

Leitbild Ergänzung

Unserem regulären pädagogischen Konzept setzen wir im Alltag Waldorf orientierte Ansätze hinzu. Unsere Ausrichtung orientieren wir an unser Haltungskonzept, welches uns als Einrichtung & Unternehmen im Umgang miteinander, den Kindern, wie auch im Umgang mit den Eltern als Leitbild im alltäglichen Umgang dienen soll.



Ein menschlicher Grundsatz ist der freundliche und respektvolle Umgang miteinander. Eine freundliche Gesinnung, Grundwerte wie Güte, Höflichkeit, Selbstvertrauen und Bescheidenheit sowie ein dementsprechender Umgang im Miteinander und in der Wahrnehmung der gegenseitigen Bedürfnisse, sehen wir als Grundlage für eine friedliche Gesellschaft, aus der gesunde Menschen erwachsen können.

Das Ziel aller Mitarbeiter des Unternehmens wird es sein, den Kindern ein stabiles und gesundes Gefühl für soziale Verantwortung zu vermitteln, welches aus einem gesunden humanen Selbstwert entspringt.

Humanes Konzept und Bildungsverständnis

Freundlichkeit

Wir erwarten, dass Kinder, Eltern, Mitarbeiter und Unternehmensführung freundlich sind. Wir Menschen sind immer auf der Suche nach Menschen, die ein Wort der Ermutigung oder ein offenes Ohr für uns haben. Kinder brauchen diesen menschlichen Kontakt ganz besonders.

Unterschiede, einschließlich Glauben, Überzeugungen und Kultur sind zu tolerieren. Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer nehmen; für die Auswirkungen ihres Verhaltens auf die Menschen in ihrer Umgebung verantwortlich zu sein; zurückzutreten, die Tür offen zu halten, Erwachsene durchzulassen; besonders auf die ganz Kleinen achten. Ohne Aufforderung „Bitte“ und „Danke“ sagen. Das verstehen wir im ersten Ansatz unter Freundlichkeit.

Ehrlichkeit

Wir erwarten von uns als Einrichtung & Unternehmen Ehrlichkeit. Wir möchten ehrlich sein, integer handeln und in der Lern- und Betreuungsumgebung das Recht anderer respektieren sowie unterschiedliche Überzeugungen oder Ansichten aufrichtig vertreten und ein Bewusstsein für die individuelle Freiheit entwickeln. Diesen Wert wollen wir den Kindern vorleben, damit diese ihn auf natürliche Weise übernehmen können.

Aushalten

Wir möchten, dass unsere Kinder die Bedeutung von Ausdauer schätzen lernen und diese zeigen; Herausforderungen annehmen; Rückschlägen standhalten; Anstrengung als Weg zur Meisterschaft sehen; aus Kritik lernen; Lektionen und Inspirationen für den Erfolg anderer finden und auf diese Weise ein immer höheres Leistungsniveau und ein höheres Maß an Willensfreiheit erreichen. Aushalten heißt auch Durchhalten und ist ein lebenswichtiges Prinzip für Erfolg und dass Erreichen von Zielen.

Unabhängigkeit

Wir möchten, dass unsere Kinder selbstständige Lernende werden. Verantwortlich zu sein, im Kleinen überschaubar zu organisieren und ihre Bücher, Spielsachen und Habseligkeiten effektiv zu verwalten.

Wir hoffen, dass unsere Kinder als Ergebnis unserer Werte später mit einer natürlichen Haltung im Schulunterricht anfangen, Verantwortung für ihr eigenes Lernen zu übernehmen, Themen zu lesen, die sie interessieren, ihre eigenen Forschungen durchzuführen und die vielen hervorragenden Ressourcen, die ihnen zur Verfügung stehen, voll auszuschöpfen wissen.

Infolgedessen möchten wir, dass unsere Kinder ein wachsendes Gespür für Fragen entwickeln und sich über die Welt um sie herum wundern, über die Fülle an Kenntnissen und Fähigkeiten, die die Menschheit zu unserem heutigen Stand gebracht hat - und darüber, wie viel es noch zu lernen gibt. Sowohl Zuhause, aber auch später in der Schule.

Folglich sollten sie sich in ihrer Haut wohlfühlen, voller Selbstvertrauen und in der Lage sein ihre eigenen Urteile zu fällen.

Wir möchten, dass unsere Kinder die beste Version von sich selbst sind, die sie sein können, und keine gebrauchte Version von jemand anderem.

Bereit sein, sich von der Masse abzuheben; die ersten zu sein, die auf jemanden in Not antworten; für das einzustehen, was sie für richtig halten; es zu riskieren, eine unpopuläre Entscheidung zu treffen, wenn sie glauben, dass sie zum Wohle der Allgemeinheit ist; das Vertrauen und den Respekt anderer zu verdienen. Dem Wachstum dieser Fähigkeiten, möchten wir als Einrichtung und Team einen Nährboden anbieten.

Am Ende der gemeinsamen Zeit, wenn unsere Kinder die Kita nach vier oder sechs Jahren verlassen, um ihr Schulleben zu beginnen, hoffen wir, dass sie die Chancen und Herausforderungen einer eigenen Führung frühzeitig spüren.

Demut

Trotz Vertrauens „erwarten“ wir von den Kindern, wie auch von uns als Erwachsene, ein Gefühl der gesunden Demut zu entwickeln und zu bewahren. Sich der Vorteile bewusst zu sein, diese zu genießen und dankbar dafür zu sein, empfinden wir als eine große Fähigkeit der Wertschätzung des Lebens. Wir hoffen, dass alle unsere Kinder, die wir über mehrere Jahre betreuen und begleiten dürfen, ein Gefühl für das Ewige bekommen, und dass dies ihre Perspektive auf ihren Platz in der Welt positiv beeinflusst.

Wir hoffen, dass die Kinder am Ende ihrer Kindergartenzeit die Kita mit einem ausgeprägten Gefühl sozialer Verantwortung verlassen und sich auf den Weg machen für die Gesellschaft erfolgreiche, gewissenhafte und fürsorgliche Bürger der Welt zu werden.

Unser Bild vom Kind

Kinder sind die Samen einer neuen Gesellschaft. Wie eine Pflanze, sollte dieser Same gut aufgezogen und gepflegt sein. Ein kleiner Same braucht selten Dünger oder chemische Zusätze, um zu gedeihen. Frisches Wasser, gute Pflege, ausreichend Sonnenlicht, genug Entfaltungsraum für seine Wurzeln, Liebe und Vertrauen, das dieser Same naturgemäß gedeihen wird, sind die beste Grundlage für Wachstum.

Kinder sind voller Lebenskraft und Energie. Sie sind aktiv und in ständiger Bewegung, Wachstumsbewegung - Eigenschaften, die fernöstliche Lebensbetrachtungen als Yang beschreiben würden. Sie streben mit allen Sinnen danach, Erfahrungen zu machen und zu wachsen. Kinder gestalten ihre Bildung und Entwicklung von Geburt an aktiv forschend mit. Dabei unterscheiden sich die Kinder durch ihre Persönlichkeit und ihre individuellen Vorlieben und Neigungen. Das Yin hingegen, wie Ruhe und Besinnung, sind noch schwach ausgeprägt. Kinder benötigen daher nur feine und sehr wenige Reize, um ihre Sinne gesund zu entwickeln.

In der Waldorf-Pädagogik wird ein Kind als noch nicht erwachsen betrachtet. Es muss sich erst einmal entwickeln, damit es später voll „funktionstüchtig“ im Sinne der Gesellschaft wird. Im Gegensatz zum Erwachsenen braucht das Kind jedoch einen Schonraum, damit die Kräfte heranreifen können. Kinder benötigen aus unserer Sicht einen stabilen und ruhigen Raum, der Kraft, Schutz und Verlässlichkeit anbietet. Diesen Raum stellt der Erwachsene dar, der dieses Kind begleitet.

Unser Ziel ist es den Kindern in der Kita mit diesen Grundsätzen einen gesunden, achtsamen und liebevoll ausgeglichenen Betreuungsrahmen anzubieten und die Kinder gemäß ihrer individuellen Entwicklung zu begleiten, sodass jedes Kind in unserer Obhut sein Potenzial ausschöpfen möchte. Unser gesellschaftlicher wie humaner Anspruch wäre es, dass jedes Kind das Beste wird, was er oder sie sein kann.

Wir glauben, dass wir eine große Verantwortung haben, die Kinder auf weitere Lebens- und Entwicklungsabschnitte vorzubereiten. Dabei geht es nicht nur um ein zukünftiges Schulleben, sondern auch um das Leben grundsätzlich, dass eines Tages über ein Schulleben hinausgeht.

Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass die Lebenserfahrungen unserer Kinder der Kita in diesem frühen Alter, die Erwachsenen, die sie später werden, in hohem Maße prägen wird. Wir möchten diese Zeit mit den Eltern dieser Kinder gemeinsam, analog unserer humanen Werte sowie unseren Waldorfpädagogischen Ansätzen, in austauschender und unterstützender Dynamik gehen.

In unserer Betreuungszeit möchten wir unseren Kindern eine reichhaltige und umfassende Bildung bieten. Zu diesem Zweck legen wir Wert auf die künstlerischen und bewegungsinhaltlichen Tagesangebote.

Darüber hinaus sind wir bestrebt auch die Herzensbildung dieser kleinen Menschen in unserer Einrichtung, zu fördern, zu unterstützen und mit Gesundheit zu füllen. , ist hierbei ein Ansatz, den wir in unserem ganzheitlichen Konzept mit beheimaten werden.

Eine Alltagsregel für jedes Mitglied unserer Einrichtung lautet: „Sei freundlich“. In unserer Einrichtung streben wir den Ethos der Freundlichkeit, Ermutigung und des Verständnisses an, in dem die Stärken der Kinder entwickelt und ihre Schwächen unterstützt werden. Die Kinder werden herausgefordert, ohne gehemmt zu werden.